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Schlacht von Heraclea

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Schlacht von Heraclea Artikel

Schlacht von Heraclea
ConflictRömisch-epirotischer Krieg
Datum280 v. Chr.
OrtHeraclea
ErgebnisEpirotischer Sieg (ein "Pyrrhussieg")
Kombattanten
Römische Republik Epirus
Kommandeure
Publius Valerius Laevinus Pyrrhus von Epirus
Stärke
30 Tausend Soldaten 20 Tausend Phalangiten
500 Schleuderer
2 Tausend Bogenschützen
3 Tausend Kavallerie
20 Elefanten
Verluste
rund 7000 rund 4000


Die Schlacht von Heraclea fand 280 v. Chr. zwischen den Römern unter dem Kommando des Publius Valerius Laevinus und den verbündeten Griechen aus Tarentum, Thurii, Metapontum , Heraclea und Epirus und dem Kommando des Königs Pyrrhus von Epirus statt.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Pyrrhus Die Beschreibung für das Buch "Pyrrhus" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Hintergrund

Tarentum war eine griechische Kolonie, Teil von Magna Graecia . Die Demokraten in Tarentum unter Philocharis or Ainesias wussten, dass bei einem Zugriff Roms auf die Stadt sie ihre Unabhängigkeit verlieren würde, und fürchteten nachdem Ende des Dritten Samnitenkriegs 290 v. Chr. den römischen Expansionsdrang. Diese Furcht wurde durch die Gründung römischer Kolonien in Apulien und Lukanien, von denen die wichtigste Venusia war, genährt.

282 v. Chr., nach einer Schlacht gegen die Samniten, Lukanier , Bruttier und Thurioi, besetzten die Römer Kroton, Lokroi und Rhegium , und den Demokraten aus Tarentum war klar, dass die Römer unmittelbar nachdem Ende des Kriegs gegen die Kelten, Lukanier, Etrusker, Samniten und Bruttier, auch Tarentum besetzen würden.

Die zweite Fraktion in Tarentum waren die Aristokraten, geführt von Agis, die einer Unterwerfung unter die römische Oberhoheit positiv gegenüber standen, würde sie doch ihre eigene Macht steigern. Da die Aristokraten wussten, dass eine direkte Unterwerfung unpopulär war, fassten sie einen anderen Plan: In dem Herbst 282, als Tarentum sein Dionysos-Fest feierte, entdeckten die Einwohner in dem Theater mit Blick auf das Meer sitzend zehn römische Schiffe, die in den Golf von Tarentum einfuhren. Nach Ansicht des polnischen Historikers Krzysztof Kęciek hatten die Aristokraten die römischen Befehlshaber Publius Cornelius und Lucius Valerius gebeten, die Demokraten und ihre Anhänger zu verhaften und hinzurichten, was den Aristokraten erlaubt hätte, sich zu unterwerfen. Die Demokraten, die auf einen Vertrag mit den Römern verwiesen, der diesen verbot, in den Golf einzufahren, bereiteten ihre Flotte auf den Angriff vor. In dem Kampf sank ein Viertel der Schiffe, eines wurde gekapert.

Die Demokraten wussten, dass sie noch eine Siegchance gegen die Römer hatten. Sie beschlossen, Pyrrhus, den König von Epirus, um Hilfe zu bitten. Armee und Flotte von Tarentum wurden nach Thurii verlegt und halfen den dortigen Demokraten, die Aristokraten zu verbannen. Die in Thurii stationierte römische Garnison zog sich zurück.

Rom sandte Diplomaten nach Tarentum, jedoch brachen die Griechen die Gespräche ab. 281 v. Chr. eroberten römische Legionen unter Quintus Aemilius Barbula Tarentum und plünderten es. Anschließend verlor Tarentum trotz samnitischer und sallentinischer Verstärkung eine Schlacht gegen die Römer. Agis wurde beauftragt, einen Waffenstillstand zu unterzeichnen und Friedensgespräche aufzunehmen, die aber im Moment abgebrochen wurden, als 3 Tausend Soldaten aus Epirus unter dem Kommando von Milon in die Stadt kamen. Der römische Konsul zog sich zurück und erlitt Verluste durch die Angriffe der griechischen Schiffe.

Pyrrhus beschloss, Tarentum Hilfe zu leisten, da er in ihrer Schuld stand: sie hatten ihm zuvor geholfen, die Insel Korfu (Corcyra) zu erobern. Er wusste auch, dass er auf Unterstützung der Samniten, Lukanier, Bruttier und einige illyrischer Stämme zählen konnte. Sein Absicht war es, Makedonien zu erobern, er hatte aber nicht genügend Geld, um Söldner zu bezahlen. Er plante daher, Tarentum zu helfen, dann nach Sizilien überzusetzen und Karthago anzugreifen – nach einem Sieg und der Eroberung Süditalien hätte er genügend Geld gehabt, um eine Armee aufzustellen, die stark genug war, Makedonien zu erobern.

Buch-Tipp: Pyrrhus der Abenteurer Um ausführliche Informationen zum Buch "Pyrrhus der Abenteurer" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Vorbereitung

Bevor er Epirus verließ, lieh er sich vom makedonischen König einige Phalangiten, sowie Schiffe und Geld vom syrischen König und von Antigonos II. Gonatas von Antiochia. Der ägyptische König versprach 9 Tausend Soldaten und 50 Elefanten – alles Kräfte, die Epirus verteidigen sollten, während Pyrrhus abwesend war. Er rekrutierte auch Soldaten in Griechenland, da der griechische König eine Auseinandersetzung mit ihm vermeiden wollte, zumal er keine Verbindungen zu den Griechen in Italien hatte. In dem Frühjahr 280 v. Chr. setze Pyrrhus nach Italien über. Er hatte 20 Tausend Phalangiten, 500 Schleuderer, 2 Tausend Bogenschützen. 3 Tausend Elitekavalleristen aus Thessalien und 20 Elefanten bei sich.

Nachdem sie von Pyrrhus Landung hörten, mobilisierten die Römer acht Legionen und Hilfstruppen, insgesamt rund 80 Tausend Soldaten, die sie auf vier Armeen aufteilten:

  • Die erste Armee unter dem Kommando Barbulas hatte die Aufgabe, die Samniten zu beschäftigen;
  • die zweite Armee blieb zu dem Schutz Roms zurück;
  • die dritte Armee unter dem Kommando des Konsuls Tiberius Coruncanius wandte sich gegen die Etrusker
  • die vierte Armee unter Laevinus marschierte nach Tarentum und plünderte auf dem Weg Lukanien.
Buch-Tipp: Terra Nova. Nr. 53/54. Die Männer der Pyrrhus Eine Beschreibung zum Buch "Terra Nova. Nr. 53/54. Die Männer der Pyrrhus" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Die Schlacht

Pyrrhus wandte sich nicht gegen die Römer, da er auf Verstärkung durch seien Verbündeten wartete. Als er begriff, dass diese nicht rechtzeitig kommen würde, beschloss er, die Römer auf einer Ebene am Fluss Siris zwischen Pandosia und Heraclea zu stellen, sandte aber noch Diplomaten aus mit dem Vorschlag, ihn zwischen den Römern und der süditalienischen Bevölkerung vermitteln zu lassen. Er behauptete, dass seine Alliierten ihn als Richter anerkennen würden und verlangte das gleiche von den Römern. Die Römer lehnten seinen Vorschlag ab, begaben sich rechts vom Fluss Siris ebenfalls auf die Ebene und schlugen dort ihr Lager auf.

Es ist nicht bekannt, wie viele Truppen Pyrrhus in Tarentum gelassen hatte, aber er hatte wohl zwischen 25 Tausend und 30 Tausend Soldaten bei sich. Er stellte sie am linken Ufer des Siris auf, in der Hoffnung, dass die Römer Probleme mit der Überquerung des Flusses bekommen würden, was ihm Zeit zur Vorbereitung seines Angriffs gegeben hätte. Er stellte Wachposten am Fluss auf, wartete auf den Beginn der Flussüberquerung, um die Römer in dem gleichen Moment mit der Kavallerie und den Elefanten anzugreifen. Valerius Laevinus hatte etwa 30 Tausend Soldaten unter seinem Kommando, darunter auch Kavallerie, Schleuderer und Speerwerfer.

Als Pyrrhus über den Beginn der Flussüberquerung informiert wurde, befahl er seiner Kavallerie den Angriff. Seine Infanterie, unterstützt durch die Schleuderer, Bogenschützen und die schwere Infanterie, setze sich ebenfalls in Bewegung. Die griechische Kavallerie störte erfolgreich die römische Schlachtformation und zog sich danach zurück. Pyrrhus’ Schleuderer und Bogenschützen setzten ihre Waffen ein und auch die Phalangiten begannen ihren Angriff.

Die Phalangiten griffen drei Mal an, die Römer erwiderten den Angriff drei Mal. Als Pyrrhus sah, dass die Linie der römischen Infanterie aufriss, schickte er seine Elefanten in die Schlacht. Die Römer erschraken, als sie die Elefanten entdeckten, und ihre Kavallerie weigerte sich, gegen sie zu reiten. Pyrhhus’ Kavallerie griff nun die Flügel der römischen Infanterie an; diese floh und die Griechen eroberten das römische Feldlager, woraufhin die Römer sich nach Venuzia zurückzogen.

Nach Ansicht von Hieronymus von Cardia verloren die Römer 7 Tausend Soldaten, Tausende gerieten in Gefangenschaft, Pyrrhus verlor rund 4 Tausend Soldaten.

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Nachwirkung

Nach der Schlacht stießen Verstärkungen aus Süditalien zu Pyrrhus. Die Griechen von Rhegium, die ihn unterstützen wollten, wurden von römischen Soldaten unter Decius Vibelius getötet, der anschließend zu dem Regenten der Stadt ernannt wurde. Pyrrhus brach mit seiner Armee nach Etrurien auf. Er eroberte kleine Städte in Kampanien, seine Soldaten plünderten Latium. Sei Vormarsch wurde in Agnani aufgehalten, zwei Tage vor Rom, als er auf eine andere römische Armee unter Coruncanius traf. Pyrrhus befürchtete, zu dem Kampf nicht genügend Soldaten zu haben, wusste auch Laevinus und Barbula hinter sich – er kehrte um, und die Römer ließen ihn ziehen.

Literatur

Siehe auch: Liste von Schlachten, Liste von Kriegen


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